Flatlay, Packshot, Ghost Mannequin: was ist was?
Die Begriffe werden oft durcheinander verwendet. Packshot ist der Oberbegriff für jedes Produktbild ohne Model auf neutralem Hintergrund. Flatlay und Ghost Mannequin sind zwei Arten davon, der Freisteller ist eine dritte.
| Motiv | Was es zeigt | Passt gut zu |
|---|---|---|
| Flatlay | Artikel liegend, von oben fotografiert | Shirts, Tops, Strick, Shorts |
| Ghost Mannequin | Artikel in Form, als würde er getragen, ohne Person oder Puppe | Jacken, Blazer, Hemden, Hosen |
| Freisteller | Produkt ohne Hintergrund oder auf reinem Weiß | Weiterverarbeitung und Vorgaben mit reinem Weiß |
Wann Flatlay, wann Ghost Mannequin?
Die Faustregel aus dem Fotostudio lautet so. Wenn ein Teil liegend seine Form behält, ist das Flatlay das ruhigere Bild. Ein T-Shirt, ein Strickpullover oder eine Shorts sehen von oben klar und aufgeräumt aus. Wenn die Form erst getragen entsteht, zeigt das Ghost Mannequin mehr. Ein Blazer mit Revers oder eine Jacke mit fester Schulter wirken liegend flach.
Viele Shops nutzen beides. In der Kategorie steht ein einheitliches Packshot-Raster, auf der Produktseite folgen Model-Bilder, Detail und am Ende das Flatlay als ruhiger Überblick. Da beide Motive aus denselben Fotos entstehen, musst du dich nicht vorher festlegen.
Wofür Flatlays gut sind
- Kategorieseiten mit ruhigem, einheitlichem Raster
- Social Media und Newsletter, wo das Teil ohne Model im Mittelpunkt steht
- Marktplätze mit Vorgaben für Bilder ohne Model
- Linesheets und B2B-Kataloge, in denen der Händler Schnitt und Farbe schnell vergleicht
Typische Probleme beim klassischen Flatlay
Wer schon einmal Flatlays fotografiert hat, kennt das. Das Legen dauert länger als das Foto, Ärmel liegen schief, der Saum wellt sich, und das Licht von oben macht eine Seite dunkler als die andere. Danach folgen Retusche, Ausrichten und Farbangleich, bei jedem Artikel neu.
Das Studio legt den Artikel sauber, richtet ihn gerade aus und leuchtet ihn gleichmäßig aus. Muster, Druck und Farbe kommen aus deinen Fotos. Ein Handyfoto vom Lagerboden genügt als Grundlage.
Welcher Hintergrund für Marktplätze?
Flatlays entstehen auf einem hellen Off-White bis Hellgrau. Für alle Bilder ohne Model ist dieser Hintergrund gleich, damit Shop und Kategorieseiten einheitlich bleiben. Marktplätze haben eigene Bildrichtlinien. Amazon verlangt für das Hauptbild zum Beispiel einen reinweißen Hintergrund. Prüfe deshalb vor dem Upload die aktuellen Vorgaben deines Marktplatzes.
Beim Download wählst du das Format pro Kanal, 3:4, 4:5, 1:1 oder 2:3. Die lange Seite hat 2048 Pixel, optional gibt es eine 4K-Version für den Zoom.
Konsistenz mit den Model-Bildern
Ein Flatlay, das farblich nicht zum Model-Bild passt, verunsichert Kunden und führt schnell zu Retouren wegen falscher Farbe. Weil Flatlay, Ghost Mannequin und Model-Bilder aus demselben Upload entstehen, haben sie dieselbe Farbe und dasselbe Licht. Das Studio prüft die Farbe und zeigt dir, wenn ein Bild neu erzeugt werden sollte.
So fotografierst du für ein gutes Flatlay
- Artikel auf einen ruhigen Untergrund legen und grob glätten.
- Von oben fotografieren, der ganze Artikel im Bild.
- Die Rückseite genauso, falls du ein Flatlay hinten brauchst.
- Ein Detail mit lesbarem Etikett oder Druck dazunehmen.
- Tageslicht nutzen, kein Blitz, kein Filter.










